Kommt es zur Einvernehmlichkeit?

Diese Frage stellt sich die UBV vor der konstituierenden Sitzung am 27.04. Üblich ist es, dass die Ortsbeiratsmitglieder in einem Vorgespräch klären, wer bereit ist, welches Ehrenamt zu übernehmen. Als stärkste Fraktion hätte eine Einladung von Seiten der SPD unseres Erachtens erfolgen müssen. Aber nicht nur, dass die SPD diesem Brauch nicht nach kam, sie verweigerte sich auch einem Gesprächsangebot der UBV, die in der Einladung ihre Vorstellungen transparent gemacht hat. Mauern statt das Gespräch suchen - die gemeinsame Gestaltung der Zukunft Vonhausen sieht nach Meinung der UBV anders aus. Wir finden das Verhalten der SPD äußerst schwach.

Die UBV akzeptiert uneingeschränkt das Wahlergebnis. Für die UBV ist es selbstverständlich, dass damit der Wille des Wählers an die SPD verbunden, einen Wahlvorschlag für den Ortsvorsteher zu machen. Gerne hätten wir im Vorfeld gewusst, wen die SPD gedenkt vorzuschlagen. Üblich ist es, den Kandidaten dem Rat vorzuschlagen, der innerhalb der stärksten Liste die meisten Stimmen hat. Aus der Anzahl der Wählerstimmen für die Person können durchaus Rückschlüsse auf den Willen des Wählers geschlossen werden. Damit wäre für die UBV Horst Kaltenschnee von der SPD sinnvoller Weise vorzuschlagen. Hätte der Bürger gewollt, dass der bisherige Ortsvorsteher sein Amt weiterführt, hätte er dessen Position gestärkt und ihn klar und deutlich mit den meisten auf ihn entfallenden Stimmen im Amt bestätigt. Wen aber die SPD am 27. April nun vorschlägt, bleibt ihr gehütetes Geheimnis. Ebenso ihre Vorstellung der Verteilung der restlichen Ehrenämter.

Die meisten Einzelstimmen listenübergreifend haben die ersten beiden Listenkandidaten der UBV erhalten. Daraus leiten wir als UBV die Selbstverständlichkeit ab, den stellvertretenden Ortsvorsteher benennen zu dürfen. Mit seinem knappem Wahlergebnis hat der Wähler gezeigt, dass er für eine gemeinsame, fraktionsübergreifende Arbeit innerhalb des Ortsbeirates gestimmt hat. Es wäre ein deutliches Zeichen von der SPD, diesen Wählerwillen erkannt zu haben, wenn sie den Wahlvorschlag der UBV für den stellvertretenden Ortsvorsteher mitträgt. Ob die SPD dazu bereit ist, hätte sie in einem Gespräch deutlich machen können. So hofft die UBV auf die in der Antwortmail auf das Gesprächsangebot versprochenen einvernehmlichen Wahlen der Ehrenämter.